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Zwillingsschornstein für zwei Pelletkessel an einem Wohnheim in Mühlhausen

Zwei doppelwandige Edelstahlschornsteine, je 9,5 Meter hoch, an der Außenwand eines dreigeschossigen Wohnheims. Beide Anlagen mussten in Halterposition und Mündungshöhe exakt übereinstimmen.

PROJEKTE

Ort

Mühlhausen
Zwei doppelwandige Edelstahlschornsteine an der Außenwand eines dreigeschossigen Wohnheims in Mühlhausen
Die fertige Zwillingsanlage an der Giebelwand. Beide Schornsteine sind 9,5 Meter hoch, die Wandhalter sitzen paarweise auf gleicher Höhe und die Mündungen enden auf einer Linie über der Attika.

Das Projekt im Überblick

Kurzfassung

Im Frühjahr 2026 hat Ofenhaus Stude aus Meinhard am Wohnheim eines Lebensmittelbetriebs in Mühlhausen in Thüringen eine Zwillings-Abgasanlage für zwei neue Pelletkessel errichtet. Verbaut wurden zwei doppelwandige Edelstahlschornsteine des Systems eka chromos D 25 vom Hersteller EKA Edelstahlkamine, mit 150 Millimeter Innendurchmesser, 200 Millimeter Außendurchmesser und je 9,5 Metern Höhe, montiert an der Außenwand des dreigeschossigen Gebäudes. Beauftragt wurde Ofenhaus Stude als Fachbetrieb für die Abgasanlage durch den ausführenden Heizungsbaubetrieb, der Lieferung und Installation der beiden Pelletkessel übernahm. Weil der Feuerungsanschluss im Keller lag, plante Ronny Stude ein Kombibauteil ein, das Prüföffnung und Feuerungsanschluss in einem Element vereint. Die Montage erfolgte aus der Hebebühne und war an einem Arbeitstag abgeschlossen, die Abnahme durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ist erfolgt.

Projekt-Steckbrief

  • ProjektZwillings-Abgasanlage für zwei Pelletkessel am Wohnheim eines Gewerbebetriebs
  • OrtMühlhausen in Thüringen
  • GebäudetypDreigeschossiges Wohnheim mit Flachdach, Bestandsgebäude im Gewerbeumfeld
  • AusführungRonny Stude, Ofenhaus Stude (HWD Ronny Stude GmbH & Co. KG), Meinhard
  • AuftragsverhältnisAbgasanlage als Fachleistung im Auftrag des ausführenden Heizungsbaubetriebs
  • ZeitraumFrühjahr 2026
  • LeistungPlanung, Querschnittsberechnung, Lieferung und Montage von zwei Abgasanlagen, rauchgasseitiger Kesselanschluss, Dämmung der Verbindungsstücke
  • Schornsteinsystemeka chromos D 25, doppelwandig, Hersteller EKA Edelstahlkamine
  • Anzahl Anlagen2
  • Innendurchmesser150 Millimeter
  • Außendurchmesser200 Millimeter
  • Dämmstärke25 Millimeter Mineralfaser, durchgehend
  • Höhe2 x 9,5 Meter
  • WerkstoffqualitätV4A-Edelstahl, Innen- und Außenschale je 0,5 Millimeter
  • OberflächeGlänzend
  • ZulassungCE-Kennzeichnung nach DIN EN 1856-1, rußbrandbeständig, zugelassen bis 600 Grad Abgastemperatur
  • BerechnungsgrundlageQuerschnittsberechnung nach DIN EN 13384
  • SonderanfertigungKombibauteil aus Prüföffnung und Feuerungsanschluss in einem Element, Systemhersteller EKA Produkt
  • BesonderheitenBauseits gesetzte Kernbohrungen in Betonwand als fixe Vorgabe, Symmetrie beider Anlagen in Halterposition und Mündungshöhe, Montage aus der Hebebühne
  • WärmeerzeugerZwei baugleiche Pelletkessel des Herstellers ETA, Lieferung und Installation durch den Heizungsbaubetrieb
  • Montagezeit1 Arbeitstag
  • AbnahmeDurch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger erfolgt
  • Standort des BetriebsMeinhard, Werra-Meißner-Kreis, mit 500 Quadratmeter Ausstellung
  • MontagegebietBundesweit, Radius rund 400 Kilometer

Abschnitt 01 / 05

Ausgangssituation und Gebäude

Ein Wohnheim, zwei Kessel und ein Kellerraum als Ausgangslage

Das Gebäude ist ein dreigeschossiges Wohnheim mit Flachdach, das zu einem Lebensmittelbetrieb in Mühlhausen in Thüringen gehört. Es hat zwei neue Pelletkessel bekommen. Beide Geräte stehen im Keller, in zwei nebeneinanderliegenden Räumen, die über einen Mauerdurchbruch verbunden sind.

Die Kessel selbst gehörten nicht zum Leistungsumfang von Ofenhaus Stude. Lieferung und Installation der beiden Pelletkessel des österreichischen Herstellers ETA lagen beim ausführenden Heizungsbaubetrieb. Dieser holte Ofenhaus Stude als Fachbetrieb für die Abgasanlage dazu: Der Heizungsbauer verantwortet die Wärmeerzeugung, die Abgasführung kommt von einem Betrieb, der ausschließlich Schornsteine plant und baut.

Innen war für die Abgasführung kein Platz. Die Entscheidung fiel deshalb auf zwei separate Schornsteine an der Außenwand.

Eine Randbedingung stand bereits fest, bevor Ronny Stude auf die Baustelle kam: Die Kernbohrungen durch die Betonwand des Kellers waren bauseits gesetzt. Ihre Position war nicht mehr verhandelbar. Beide Anlagen mussten sich an diesen zwei fixen Punkten ausrichten, nicht umgekehrt.

Abschnitt 02 / 05

Verbautes System und Material

Zwei mal eka chromos D 25 in DN 150

Verbaut wurde das doppelwandige System eka chromos D 25 des Herstellers EKA Edelstahlkamine, in glänzender Ausführung. Mehr zu dieser Bauart steht auf der Seite Edelstahlschornsteine.

Technische Eckdaten der Anlage:

  • Innendurchmesser: 150 Millimeter
  • Außendurchmesser: 200 Millimeter
  • Dämmung: 25 Millimeter durchgehende Mineralfaser zwischen Innen- und Außenschale
  • Werkstoff: V4A-Edelstahl, Innen- und Außenschale je 0,5 Millimeter Materialstärke
  • Höhe: zwei Anlagen à 9,5 Meter
  • Oberfläche: glänzend
  • Zulassung: CE-Kennzeichnung nach DIN EN 1856-1, rußbrandbeständig, zugelassen bis 600 Grad Abgastemperatur

Ein Schornstein an der Fassade kühlt über die gesamte Länge aus. Ohne Dämmung fällt die Abgastemperatur so weit, dass der Zug einbricht und Kondensat entsteht. Die 25 Millimeter Mineralfaser halten die Abgassäule warm genug, damit der Zug über die volle Höhe von 9,5 Metern trägt. Doppelwandig ist hier deshalb keine Ausstattungsfrage.

Der Innendurchmesser von 150 Millimetern ergibt sich aus der Querschnittsberechnung nach DIN EN 13384. In sie fließen die Nennwärmeleistung des angeschlossenen Kessels, die Höhe der Anlage, die Länge des Verbindungsstücks und jede einzelne Richtungsänderung ein. Bei zwei baugleichen Kesseln und zwei baugleichen Anlagen fällt die Rechnung für beide Seiten identisch aus, was die spätere Symmetrie erst möglich machte.

Die Verbindungsstücke zwischen Kessel und Wanddurchführung wurden mit alu-kaschierten Rohrschalen aus Steinwolle gedämmt und an allen Stößen versiegelt. Das reduziert den Wärmeverlust auf dem Weg zum Schornstein und hält die Oberflächentemperatur im Kesselraum niedrig.

Abschnitt 03 / 05

Herausforderungen und Lösungen

Drei Vorgaben, die die Planung bestimmten

Zwei Anlagen, die aussehen müssen wie eine

Zwei Schornsteine nebeneinander an einer Fassade verzeihen keine Abweichung. Was bei einem einzelnen Zug niemandem auffällt, wird im Doppel sofort sichtbar: ein Wandhalter zwei Zentimeter höher als sein Gegenstück, eine Mündung, die minimal übersteht.

Ronny Stude legte deshalb vor der Montage ein gemeinsames Höhenraster für beide Züge fest. Alle Wandhalter sitzen paarweise auf gleicher Höhe, jeder Schornstein misst exakt 9,5 Meter, die Mündungen enden auf einer Linie. Das Team arbeitete beide Seiten parallel ab, nicht nacheinander, damit sich Maßabweichungen nicht über die Höhe aufsummieren konnten.

Der Feuerungsanschluss lag im Keller

Bei einer außen geführten Anlage sitzen Feuerungsanschluss und Prüföffnung normalerweise übereinander am Fuß des Schornsteins. Hier lag der Anschlusspunkt im Kellergeschoss, direkt an der bauseits gesetzten Kernbohrung. Für zwei getrennte Bauteile übereinander war unterhalb des Anschlusses kein Platz mehr.

Ronny Stude plante deshalb ein Sonderbauteil ein: ein Kombibauteil, das Prüföffnung und Feuerungsanschluss in einem einzigen Element vereint. Damit bleibt die Anlage über die Prüföffnung für den Bezirksschornsteinfeger zugänglich, ohne dass der Schornsteinfuß tiefer gesetzt werden musste, als es die Bohrung zuließ. Solche Sonderbauteile fertigt der Systemhersteller EKA Produkt an, passend zum verbauten System.

Zwei feste Punkte in einer Betonwand

Die Kernbohrungen durch die Betonwand des Kellers waren gesetzt, bevor Ofenhaus Stude beauftragt wurde. Anders als in einer Ziegel- oder Kalksandsteinwand lässt sich eine Bohrung im Beton nicht nachträglich um ein paar Zentimeter korrigieren.

Die gesamte Geometrie der beiden Anlagen wurde deshalb rückwärts von diesen zwei Punkten aus entwickelt: Von der Bohrung aus ergibt sich die Lage der Wanddurchführung, daraus die Position des Kombibauteils, daraus die Position der ersten Wandhalterreihe und damit das Raster für alles darüber. Dass beide Bohrungen zueinander passten, war die Voraussetzung dafür, dass die Symmetrie an der Fassade überhaupt aufgehen konnte.

Abschnitt 04 / 05

Montageablauf

Ein Arbeitstag aus der Hebebühne

Die Fassade ist über die volle Höhe von drei Geschossen frei. Das Team von Ofenhaus Stude arbeitete aus der Hebebühne, anders war die Montagehöhe nicht zu erreichen.

Der Ablauf:

  1. Einmessen beider Anlagen von den bauseits gesetzten Kernbohrungen aus, Festlegen des gemeinsamen Höhenrasters für die Wandhalter
  2. Setzen der Wanddurchführungen und der beiden Kombibauteile im Keller
  3. Setzen der Wandhalter, paarweise auf gleicher Höhe, aus der Hebebühne
  4. Aufbau beider Schornsteinzüge parallel bis zur Endhöhe von 9,5 Metern
  5. Anschluss beider Pelletkessel rauchgasseitig im Keller
  6. Dämmen der Verbindungsstücke mit alu-kaschierten Rohrschalen, Versiegeln aller Stöße

Ofenhaus Stude hat beide Abgasanlagen in Mühlhausen an einem Arbeitstag fertiggestellt, einschließlich Kesselanschluss und Dämmung der Verbindungsstücke. Systemwahl, Querschnitt, Sonderbauteil und Höhenraster standen vor dem ersten Handgriff fest, und die beiden Züge wurden parallel statt nacheinander aufgebaut.

Abschnitt 05 / 05

Ergebnis und Mehrwert

Abgenommen und in Betrieb

Beide Anlagen wurden vom bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger abgenommen. Jeder Pelletkessel ist über seinen eigenen Zug angeschlossen.

In Bestandsgebäuden dieser Größe ist eine Wärmepumpe nicht immer die naheliegende Lösung, weil Aufstellfläche, vorhandene Heizkreistemperaturen und der Aufwand an der Gebäudehülle dagegen sprechen können. Wo sie baulich nicht passt, ist ein Pelletkessel eine Option, mit der sich der Wechsel auf einen erneuerbaren Brennstoff ohne Eingriff in die Gebäudehülle umsetzen lässt. Ofenhaus Stude entscheidet nicht über die Wärmeerzeugung, liefert dafür aber den Teil, an dem solche Projekte häufig hängen: die Abgasanlage.

Für den Heizungsbaubetrieb bedeutete diese Aufteilung, dass Systemwahl, Querschnittsberechnung nach DIN EN 13384, Sonderbauteil und die Abstimmung mit dem Bezirksschornsteinfeger in einer Hand lagen, während er sich auf die Wärmeerzeugung konzentrieren konnte.

Ronny Stude plant und begleitet solche Projekte seit mehr als 20 Jahren, von der ersten Begehung bis zur Abnahme. Ofenhaus Stude sitzt in Meinhard im Werra-Meißner-Kreis und montiert bundesweit.

Häufige Fragen

Was Bauherren immer wieder fragen.

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