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Kaminanlage mit Steinverkleidung und Außenwandschornstein in Immenhausen

Aus einer Reihe KI-generierter Bilder wurde eine gebaute Anlage: Edelstahlschornstein an der Giebelwand, Brunner HKD 7 mit Aufsatzspeicher, Hülle aus rekonstruiertem Stein.

PROJEKTE

Ort

Immenhausen, Landkreis Kassel
Fertige Kaminanlage in Immenhausen mit Verkleidung aus rekonstruiertem Stein und verputzter Schürze

Das Projekt im Überblick

Kurzfassung

In Immenhausen im Landkreis Kassel, Nordhessen, hat Ofenhaus Stude zwischen März und Juni 2026 eine Kaminanlage mit Steinverkleidung errichtet, einschließlich des zugehörigen Edelstahlschornsteins an der Außenwand. Der Schornstein ist ein doppelwandiges System vom Typ chromos D der eka edelstahlkamine gmbh in der Nennweite DN 180 innen und 230 außen, montiert an der Giebelwand eines bewohnten Bestandsgebäudes. Weil der Dachüberstand mit den vorgesehenen Wandhaltern nicht zu umgehen war, entschied Ronny Stude vor Ort einen doppelten Versatz von zweimal 30 Grad unterhalb der Dachkante. Im Inneren arbeitet ein Brunner HKD 7 mit Modul-Aufsatzspeicher MAS, umbaut mit schweren Brula-Speicherplatten von rund 2.000 Kilogramm pro Kubikmeter. Die sichtbare Hülle besteht aus rekonstruiertem Stein von Biopietra mit Deckplatten aus Padang, darüber sitzt eine verputzte Kaminschürze mit Lüftungsgitter. Die reine Ausführungszeit vor Ort betrug drei Arbeitstage, verteilt über mehrere Monate, weil der Bauherr zwischen den Gewerken selbst am Haus weiterbaute.

Projekt-Steckbrief

  • ProjektKaminanlage mit Steinverkleidung und neuem Außenwandschornstein
  • OrtImmenhausen, Landkreis Kassel, Nordhessen
  • GebäudetypZweigeschossiges Wohnhaus im Bestand, Erdgeschoss im Umbau
  • AusführungRonny Stude, Ofenhaus Stude (HWD Ronny Stude GmbH & Co. KG), Meinhard
  • ZeitraumMärz bis Juni 2026
  • LeistungSchornsteinbau, Ofenbau, Verputz, Steinverkleidung, Verfugung
  • Schornsteinsystemeka chromos D, doppelwandig, Hersteller eka edelstahlkamine gmbh
  • Innendurchmesser180 Millimeter
  • Außendurchmesser230 Millimeter
  • OberflächeGlänzend
  • FührungAußenwand an der Giebelseite, doppelter Versatz von zweimal 30 Grad unterhalb der Dachkante
  • HeizeinsatzBrunner HKD 7, Querformat-Gerät mit Drehtür
  • SpeicherBrunner Modul-Aufsatzspeicher MAS mit zusätzlicher Nachheizfläche
  • OfenhülleBrula Kaminbauplatten in schwerer Ausführung, Rohdichte rund 2.000 Kilogramm pro Kubikmeter
  • WandbekleidungBiopietra, rekonstruierter Stein in kalksteinartiger Optik, verfugt
  • DeckplattenPadang auf Sockel und Sturz
  • ZulassungSystemschornstein mit CE-Kennzeichnung
  • BerechnungsgrundlageQuerschnittsberechnung nach DIN EN 13384
  • SturzMassiv in Stein statt Holzbalken, wegen der Abstandsvorgaben für brennbare Bauteile
  • BesonderheitenGestaltungsvorlage aus KI-generierten Bildern, Steinbild vor dem Setzen eins zu eins an die Wand gezeichnet
  • MontagezeitDrei Arbeitstage vor Ort, verteilt über mehrere Monate
  • AbnahmeDurch den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger nach Fertigstellung
  • Standort des BetriebsMeinhard, Werra-Meißner-Kreis, mit 500 Quadratmeter Ausstellung
  • MontagegebietBundesweit, Radius rund 400 Kilometer, Schwerpunkt Nordhessen und Thüringen

Abschnitt 01 / 05

Ausgangssituation und Gebäude

Eine Vorlage aus dem Bildgenerator und ein Haus im Umbau

Am Anfang des Projekts in Immenhausen stand kein Aufmaß, sondern eine Reihe KI-generierter Bilder. Sie zeigten eine Kaminanlage mit grob geschichtetem Stein, einem Holzbalken als Sturz, einem breiten Sockel und einer hellen, schmaler werdenden Schürze bis unter die Decke. So sollte es aussehen.

Solche Bilder helfen bei der Verständigung. Eine Planung sind sie nicht. Ein Bildgenerator kennt weder die Abstandsvorgaben zu brennbaren Bauteilen noch die Steinformate, die tatsächlich lieferbar sind, noch die Öffnungen, die eine Warmluftanlage für Zuluft und Abluft braucht. Die Aufgabe bestand darin, aus der Bildidee eine Anlage zu machen, die dieselbe Wirkung hat und dabei funktioniert.

Gebaut wurde in Immenhausen nördlich von Kassel, im nordhessischen Landkreis Kassel. Das Gebäude ist ein zweigeschossiges Wohnhaus im Bestand: verputzte Fassade, Klinkersockel, geneigtes Dach mit hölzerner Ortgangverschalung. Im Erdgeschoss lief ein Umbau, der Raum stand im Rohbau, die Fenster waren noch foliert.

Die Anlage sollte an eine gerade Wand, nicht in eine Ecke. Ein vorhandener Schornstein stand für den Anschluss nicht zur Verfügung, deshalb war ein neuer Schornstein an der Außenwand von Anfang an Teil des Auftrags.

Abschnitt 02 / 05

Verbautes System und Material

Schornsteinsystem, Heizeinsatz und Speichermasse

Technische Eckdaten der Anlage:

  • Schornstein: eka edelstahlkamine gmbh, System chromos D, doppelwandig, Edelstahl mit glänzender Außenschale
  • Nennweite: DN 180 innen, 230 außen
  • Montage: Außenwand, Giebelseite, durchgehend auf Wandhaltern
  • Führung: doppelter Versatz von zweimal 30 Grad unterhalb der Dachkante
  • Heizeinsatz: Ulrich Brunner GmbH, HKD 7, Querformat-Gerät mit Drehtür
  • Speicher: Brunner Modul-Aufsatzspeicher MAS mit zusätzlicher Nachheizfläche
  • Ofenhülle: Brula Kaminbauplatten in der schweren Ausführung, Rohdichte rund 2.000 kg/m³
  • Schürze: verputzt, leicht geschrägt, mit Lüftungsgitter
  • Wandbekleidung: Biopietra, rekonstruierter Stein aus Italien, kalksteinartige Optik, verfugt
  • Deckplatten: Padang auf Sockel und Sturz

Die Nennweite ergibt sich nicht aus Erfahrungswerten, sondern aus der Querschnittsberechnung nach DIN EN 13384, in die Heizeinsatz, wirksame Höhe und Verlauf der Abgasanlage eingehen. Doppelwandige Systemschornsteine aus Edelstahl tragen die CE-Kennzeichnung nach EN 1856-1. Die Edelstahlteile kommen vom Hersteller eka edelstahlkamine gmbh aus Untersteinach, montiert und in Betrieb genommen hat die Anlage Ofenhaus Stude.

Weil der Schornstein an der Fassade sichtbar bleibt, fiel die Wahl auf die glänzende Ausführung. Die Alternative wäre eine beschichtete Variante gewesen, die an einem hellen Putz allerdings stärker als Fremdkörper wirkt.

Im Inneren erzeugt der HKD 7 die schnelle Wärme über die Sichtscheibe. Der Aufsatzspeicher MAS führt die Rauchgase über eine zusätzliche Nachheizfläche, bevor sie in den Schornstein münden, und entzieht ihnen dabei Wärme. Diese Wärme geht in die Speichermasse: Die Brula-Platten mit rund 2.000 Kilogramm pro Kubikmeter speichern sie und geben sie über Stunden wieder ab, lange nachdem das Feuer aus ist.

Für die sichtbare Hülle fiel die Wahl auf rekonstruierten Stein von Biopietra. Das Material besteht aus Gesteinskörnung und Bindemittel und wird in vorgegebenen Formaten hergestellt. Es ist damit ausdrücklich kein Naturstein. Der praktische Vorteil liegt in der Planbarkeit: Formate, Farbton und Oberfläche sind vorhersehbar, und das Fugenbild lässt sich über die ganze Fläche gleichmäßig durchziehen.

Abschnitt 03 / 05

Herausforderungen und Lösungen

Drei Aufgaben, die sich erst auf der Baustelle klären ließen

Der Dachüberstand

Ein Außenwandschornstein muss am Dach vorbei. Wie weit er dafür von der Wand wegrücken muss, hängt vom Überstand ab, und der lässt sich aus der Planung heraus nur begrenzt bestimmen. Vorgesehen waren bereits lange Wandhalter, um genügend Abstand zur Fassade zu schaffen.

Auf der Baustelle zeigte sich, dass auch diese nicht reichen würden. Die naheliegende Lösung wäre gewesen, noch längere Wandhalter zu setzen. Das hätte aber zwei Folgen gehabt: größere Konsolen auf der ganzen Höhe der Fassade und eine höhere Lasteinleitung in die Wand.

Ronny Stude entschied stattdessen kurzfristig, den Schornstein unterhalb der Dachkante über einen doppelten Versatz von zweimal 30 Grad zu führen. Der Schornstein bleibt dadurch auf der gesamten Höhe nah an der Wand und weicht nur dort aus, wo er ausweichen muss.

Der Holzbalken über dem Feuerraum

Auf der Vorlage lag ein Holzbalken als Sturz direkt über der Sichtscheibe. Optisch ist das der Punkt, der die rustikale Wirkung trägt. Bauphysikalisch ist es die Stelle, an der die Abstandsvorgaben greifen: Holz ist ein brennbares Bauteil, und für den Abstand brennbarer Bauteile zu Feuerstätten und deren wärmeabgebenden Flächen gelten feste Vorgaben.

Ausgeführt wurde der Sturz deshalb massiv in Stein, mit einer Deckplatte aus Padang darüber. Die Wirkung der Vorlage bleibt erhalten, die Aufgabe des Bauteils übernimmt ein Material, das an dieser Stelle hingehört.

Das Steinbild ohne Musterfläche

Bei einer Verkleidung aus einzeln gesetzten Steinen entsteht das Ergebnis erst beim Setzen. Ein Musterbrett zeigt Farbe und Oberfläche, aber nicht, wie sich große und kleine Steine über eine Fläche verteilen, wie die Fugen laufen und wie die Ecken aufgehen.

Vor dem ersten Stein wurde das komplette Steinbild deshalb im Maßstab eins zu eins an die Wand gezeichnet. Erst danach wurde gesetzt. Verfugt wurde ebenfalls im eigenen Gewerk, weil Fugenbreite und Farbton der Fuge über die Wirkung mitentscheiden.

Abschnitt 04 / 05

Montageablauf

Der Ablauf: drei Arbeitstage über mehrere Monate

Ronny Stude hat die Anlage geplant und war an allen Ausführungstagen vor Ort, montiert wurde mit seinem Team. Alle Gewerke lagen bei Ofenhaus Stude, vom Schornstein über den Ofenkern bis zum Verputz, der Steinarbeit und der Verfugung. Ein Subunternehmer war nicht beteiligt.

März 2026: Schornstein. Die Elemente wurden an der Giebelwand gesetzt, die Wandhalter befestigt und der Versatz unterhalb der Dachkante eingebaut.

Mai 2026: Ofenkern und Speicher. Der Brunner HKD 7 wurde auf einem Sockel gesetzt, der Aufsatzspeicher MAS aufgebaut und der Kern mit den schweren Brula-Platten umbaut.

Juni 2026: Verkleidung und Verfugung. Setzen der Steine, Deckplatten auf Sockel und Sturz, Verfugen der Fläche.

Im Zuge des Ofenbaus entstand außerdem die Kaminschürze mit ihrer leichten Schräge und dem Lüftungsgitter.

Die reine Ausführungszeit vor Ort summiert sich auf drei Arbeitstage. Dass zwischen den Terminen Wochen lagen, hat nichts mit dem Ablauf bei Ofenhaus Stude zu tun: Der Bauherr baute zwischendurch selbst am Haus weiter und traf in dieser Zeit eigene Entscheidungen zum Raum. Die Termine wurden entsprechend gelegt. Bei bewohnten Bestandsgebäuden im Umbau ist das der Normalfall.

Abschnitt 05 / 05

Ergebnis und Mehrwert

Der Stand nach der Steinarbeit

Die Anlage steht vollständig: Schornstein, Heizeinsatz, Speicher, Hülle, Verkleidung und Fuge. Was noch fehlt, liegt beim Bauherrn. Die verputzte Schürze bekommt bauseits ihren Anstrich, der Raum selbst ist noch im Rohbau.

Funktional bringt die Kombination aus Heizeinsatz und Aufsatzspeicher zwei Dinge zusammen, die man sonst gegeneinander abwägt: die schnelle Strahlungswärme über die große Sichtscheibe und die Speicherwirkung über die schwere Masse dahinter. Die Anlage gibt Wärme damit nicht nur während des Abbrands ab, sondern auch danach.

Die Abnahme erfolgt nach Fertigstellung durch den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger. Die Abstimmung mit ihm steht bei einer neuen Feuerstätte am Anfang, nicht am Ende.

Ofenhaus Stude plant und baut Anlagen dieser Art von der ersten Begehung bis zur Abnahme. Der Betrieb sitzt in Meinhard im Werra-Meißner-Kreis, ein Schwerpunkt der Projekte liegt in Nordhessen und Thüringen. Montiert wird bundesweit in einem Radius von rund 400 Kilometern, unter anderem im Raum Kassel, Göttingen, Hannover, Erfurt, Fulda und Bad Hersfeld.

Von der Vorlage ist am Ende das geblieben, was sie leisten konnte: die Wirkung. Geschichteter Stein, breiter Sockel, helle Schürze. Verändert hat sich das, was ein Bild nicht mitliefert.

Häufige Fragen

Was Bauherren immer wieder fragen.

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