← Alle Projekte

Edelstahl-Schornstein an einer ehemaligen Mühle in Mühlhausen

Schräge Fassade, meterdicke Mauern, zwei Ofenanschlüsse. Außenliegende Schornsteinlösung am Goetheweg in Mühlhausen, montiert an einem Arbeitstag im Frühjahr 2026. Nur mit spezieller Hebebühne und Erfahrungsschatz umsetzbar.

PROJEKTE

Ort

Mühlhausen, Goetheweg

Das Projekt im Überblick

Kurzfassung

Im Frühjahr 2026 hat das Team vom Ofenhaus Stude einen außenliegenden Edelstahl-Schornstein an einer ehemaligen Mühle am Goetheweg in Mühlhausen umgesetzt, geplant und persönlich begleitet durch Ronny Stude. Verbaut wurde das doppelwandige System EKA Produkt Chromos D mit 180 Millimeter Innendurchmesser für zwei Ofenanschlüsse. Besonderheiten: eine um vier Grad geneigte Außenfassade, Mauern von 70 bis 110 Zentimetern Stärke, drei Sonderanfertigungen (zwei Spezialbögen und ein 4-Grad-Adapter für die Dachdurchführung), eine Dachdurchführung an einem Walmdach direkt neben einer Gaube. Nur mit spezieller Hebebühne und Erfahrungsschatz umsetzbar. Querschnittsberechnung nach DIN EN 13384, CE-zertifiziertes Systemschornstein mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung. Montagezeit: ein Arbeitstag. Ergebnis: eine stabile, langlebige Außenwandschornstein-Anlage, die der historischen Gebäudelinie folgt, und ein Folgeauftrag direkt im Anschluss.

Projekt-Steckbrief

  • ProjektEdelstahl-Schornstein an ehemaliger Mühle
  • OrtMühlhausen, Goetheweg
  • GebäudeEhemalige Mühle, Bestandsgebäude, saniert
  • AusführungOfenhaus Stude, Mühlhausen
  • ZeitraumFrühjahr 2026
  • LeistungPlanung und Montage außenliegender Edelstahl-Schornstein
  • SchornsteinsystemEKA Produkt Chromos D 180, doppelwandig
  • Innendurchmesser180 Millimeter
  • Außendurchmesser230 Millimeter
  • Werkstoffqualität1.4404, säurebeständig
  • ZulassungCE-zertifiziert mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung
  • BerechnungsgrundlageDIN EN 13384
  • Feuerungsanschlüsse2 (je Etage einer, einer aktuell mit Blinddeckel verschlossen)
  • Wandstärkenrund 1 Meter im Erd- und Obergeschoss
  • Fassadenneigungrund 4 Grad
  • Sonderanfertigung3 Sonderanfertigungen (2 Spezialbögen, 1 Adapter 4 Grad für Dachdurchführung)
  • BesonderheitenWalmdach-Durchführung, Arbeit mit spezieller Hebebühne
  • Wandhalter3 (1. OG, 2. OG, unterhalb Dachdurchführung)
  • Montagezeit1 Arbeitstag
  • AbnahmeBezirksschornsteinfegermeister
  • Standort des BetriebsMühlhausen, Thüringen (Firmensitz), Ausstellung und Werkstatt in Meinhard, Werra-Meißner-Kreis
  • MontagegebietBundesweit, Radius ca. 400 km

Abschnitt 01 / 05

Ausgangssituation und Gebäude

Ausgangssituation und Gebäude

Die ehemalige Mühle am Goetheweg ist seit Jahren in Familienbesitz und wurde aufwendig zu einem Wohngebäude saniert. Mit der weiteren Nutzung des Hauses kam der Wunsch nach einem Kaminofen für einen neuen Wohnbereich auf. Daraus entstand der Auftrag: ein außenliegender Edelstahl-Schornstein mit zwei vorbereiteten Feuerungsanschlüssen, einer je Etage.

Alte Gebäude spielen nach eigenen Regeln. Die Wände sind dicker, als jeder Plan es zeigt. Die Fassaden verlaufen nicht gerade. Was beim modernen Neubau in zwei Stunden sitzt, braucht hier Erfahrung, Geduld und ein gutes Auge.

Die ehemalige Mühle am Goetheweg ist genau so ein Fall. Die Außenwand verläuft mit rund vier Grad Neigung leicht schräg. Im Erdgeschoss sind die Mauern über einen Meter stark, im Obergeschoss noch immer rund einen Meter massives Bestandsmauerwerk. Auf diesem Fundament sollten zwei Feuerungsanschlüsse vorbereitet werden, einer je Etage.

Gemeinsam mit dem Eigentümer entschieden wir gegen eine senkrechte Schornsteinführung. Bei rund vier Grad Wandneigung hätte der Edelstahlschornstein im oberen Bereich über einen halben Meter von der Fassade abgestanden und das Gebäude optisch gestört. Also wurde der Außenschornstein parallel zur Wandlinie geführt.

Abschnitt 02 / 05

Verbautes System und Material

Verbautes System und Material

Verbaut wurde ein doppelwandiger Edelstahl-Schornstein des Herstellers EKA Produkt, System Chromos D 180.

Technische Eckdaten:

  • Innendurchmesser: 180 Millimeter
  • Außendurchmesser: 230 Millimeter
  • Doppelwandig, gedämmt
  • Säurebeständige Edelstahlqualität nach Werkstoffnummer 1.4404, geeignet für Holzfeuerstätten
  • CE-zertifiziertes Systemschornstein mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ)
  • Klemmbänder für stabile Verbindungen zwischen den Elementen
  • Drei Wandhalter zur Fixierung an der Fassade

Warum 180 Millimeter Innendurchmesser? Weil zwei Öfen angeschlossen werden sollen. Zwei Feuerstätten brauchen einen größeren Querschnitt als eine. Die Dimensionierung erfolgt nach DIN EN 13384, je nach Feuerstätte, Schornsteinhöhe und Bedingungen vor Ort, beziehungsweise der Querschnittsberechnung.

Abschnitt 03 / 05

Herausforderungen und Lösungen

Herausforderungen und Lösungen

1. Zwei Kernbohrungen durch dickes Bestandsmauerwerk

Im Erdgeschoss waren die Mauern mehr als einen Meter stark. Für die Kernbohrung mit rund 25 Zentimeter Durchmesser bedeutete das mehrere Verlängerungsaufsätze, eine ruhige Hand und Geduld. Im Obergeschoss war das Bestandsmauerwerk noch immer rund einen Meter stark.

Beim zweiten Feuerungsanschluss in der oberen Etage zeigte sich ein praktisches Problem: Bei krummen, schiefen und sehr dicken Wänden lässt sich die Bohrlinie nicht zuverlässig von innen nach außen loten. Wir entschieden vor Ort, von der Hebebühne aus von außen nach innen zu bohren. So konnte präzise bestimmt werden, wo der Anschluss im Gebäudeinneren austritt. Solche Entscheidungen lassen sich nicht im Vorfeld treffen, sie entstehen aus Erfahrung auf der Baustelle.

2. Zwei Spezialbögen als Sonderanfertigung für die geneigte Fassade

Damit der Edelstahlschornstein der schrägen Fassadenlinie folgt und trotzdem technisch sicher steht, kamen zwei Bögen als Sonderanfertigung zum Einsatz. Sie wurden auf das Maß des Objekts angepasst und führen den Schornstein von der gedämmten Erdgeschosswand zurück auf die schmalere gemauerte Wand des Obergeschosses. Solche Edelstahl-Sonderteile werden vom Hersteller EKA als Präzisionsanfertigung geliefert. Der eigene Stahlbau des Ofenhaus Stude ist auf andere Materialien spezialisiert; Edelstahl-Sonderteile kommen wegen der besonderen Präzisionsanforderungen direkt vom Hersteller.

Die Wandhalter wurden so positioniert, dass die Anlage stabil sitzt und gleichzeitig der Wand folgt. Das Ergebnis: ein Schornstein, der sich mit der Wand bewegt, nicht gegen sie.

3. Dachdurchführung an einem Walmdach mit Gaube

Das Dach der Mühle ist als Walmdach ausgeführt. Für die Dachdurchführung musste der seitliche Firstziegel zurückgesetzt, die Durchführung passgenau eingebaut und das Dach anschließend fachgerecht wieder eingedeckt werden. Direkt neben der Durchführung sitzt eine Gaube, an der der Außenwandschornstein knapp vorbeigeführt wurde. Auch die Ortgangziegel der Gaube mussten im Bereich der Schornsteinführung angepasst werden.

Damit der Schornstein trotz der parallelen Führung entlang der geneigten Fassade gerade aus dem Walmdach heraustritt, kam an der Dachdurchführung ein 4-Grad-Adapter als Sonderanfertigung zum Einsatz. Dieser Adapter gleicht die Neigung aus, sodass die Schornsteinmündung senkrecht steht und die Ableitbedingungen korrekt eingehalten werden.

An dieser Stelle ist Schornsteinbau allein nicht genug. Es braucht zusätzlich Dachdecker- und Spenglerwissen.

Abschnitt 04 / 05

Montageablauf

Montageablauf

Der Aufbau begann unten auf der Konsole und führte Schritt für Schritt nach oben. Schon im unteren Bereich war die bauliche Situation eng. Zwischen Geländer, Fassadenverlauf und Dachvorsprung musste der Schornstein exakt hindurchgeführt werden. Zusätzlich war die Wand im Erdgeschoss gedämmt, was die Befestigung zusätzlich erschwerte.

Vom ersten Feuerungsanschluss im Erdgeschoss aus führten die beiden Spezialbögen den Schornstein von der gedämmten Erdgeschosswand auf die schmalere gemauerte Wand des Obergeschosses. Dort folgte der zweite Feuerungsanschluss im 1. Obergeschoss, darüber der erste Wandhalter. Ein zweiter Wandhalter wurde im 2. Obergeschoss gesetzt, ein dritter unterhalb der Dachdurchführung.

Der zweite Feuerungsanschluss wurde von außen nach innen über die Hebebühne gebohrt. Anschließend folgte die Dachdurchführung am Walmdach, vorbei an der Gaube. An der Dachdurchführung sorgte ein 4-Grad-Adapter als Sonderanfertigung dafür, dass der Schornstein gerade aus dem Walmdach heraustritt. Den Abschluss bildeten die Anpassung der Ortgangziegel und die Wiedereindeckung im Bereich der Durchführung.

Geplant wurden gleich beide Anschlüsse, einer je Etage. Aktuell wird oben ein Kaminofen installiert, der untere Anschluss bleibt zunächst mit einem Blinddeckel verschlossen und ist für eine spätere zweite Feuerstätte vorbereitet. Diese Lösung war planerisch sinnvoll, weil eine nachträgliche Kernbohrung durch das massive Bestandsmauerwerk später deutlich aufwendiger gewesen wäre als der gleich mit-vorbereitete Anschluss. Auch die Querschnittsdimensionierung mit 180 Millimeter Innendurchmesser ist von Anfang an für beide Feuerstätten ausgelegt.

Die gesamte Montage erfolgte an einem Arbeitstag. Am Morgen wurde die Hebebühne gestellt, am Abend stand die fertige Anlage. Ronny Stude war von der ersten Begehung bis zur Abnahme persönlich auf der Baustelle. Eigene Planung, eigene Installateure, eigene Verantwortung. Die Ableitbedingungen wurden vor Montagebeginn mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister abgestimmt, der die Anlage anschließend abnimmt.

Abschnitt 05 / 05

Ergebnis und Mehrwert

Ergebnis und Mehrwert

Die Anlage steht stabil, ist langlebig ausgelegt und passt sich optisch an das Bestandsgebäude an. Der Kunde war mit der Umsetzung äußerst zufrieden. Aus dem Projekt ist direkt ein Folgeauftrag entstanden: Der erste Ofen ist bereits bestellt, ein zweiter ist geplant. Zusätzlich wurde das Ofenhaus Stude für weitere Arbeiten am Dach angefragt, unter anderem an der Wetterfahne.

Für den Bauherrn war das Ofenhaus Stude keine zufällige Wahl. Er kennt den Betrieb bereits seit Jahren und hat sich bewusst für die persönliche Begleitung durch Ronny Stude entschieden, vom ersten Vor-Ort-Termin bis zur fertigen Anlage.

Nach einer Schornsteinmontage folgt typischerweise die Installation der Feuerstätte selbst, also Kaminofen, Pelletofen oder Heizkamin, samt rauchseitigem Anschluss. Auch diese Leistungen kommen aus einer Hand. Wer eine individuelle Schornsteinlösung für ein schwieriges Bestandsgebäude sucht, findet beim Ofenhaus Stude mit fundierter Planung und Beratung den passenden Ansprechpartner. Firmensitz ist Mühlhausen in Thüringen, mit großer Ausstellung und Werkstatt in Meinhard im Werra-Meißner-Kreis. Montiert wird bundesweit.

Häufige Fragen

Was Bauherren immer wieder fragen.

Haben Sie ein ähnliches Projekt?

ERLEBEN, BERATEN, ENTSCHEIDEN

Entdecken Sie weitere Projekte aus unserer Region oder nehmen Sie direkt Kontakt auf. Wir beraten Sie zu Ihrer individuellen Lösung.