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Schornstein zu groß für den neuen Kaminofen: Sanierung mit Edelstahlrohr DN 150 in Felsberg

Ein Einfamilienhaus aus den 1970er Jahren war fertig saniert und bewohnt, als der offene Kamin einem Hase ASTANA iQ weichen sollte. Genau das machte den Anschluss zur eigentlichen Aufgabe.

PROJEKTE

Ort

Felsberg, Schwalm-Eder-Kreis
Hase-Astana Berge

Das Projekt im Überblick

Kurzfassung

In einem Einfamilienhaus aus den 1970er Jahren in Felsberg südlich von Kassel hat Ofenhaus Stude im Juli 2026 einen offenen Kamin zurückgebaut und durch einen Kaminofen Hase ASTANA iQ des Trierer Herstellers Hase Kaminofenbau GmbH ersetzt. Der Schornstein hatte ein keramisches Innenrohr des Herstellers PLEWA mit einem lichten Querschnitt von 26 mal 26 Zentimetern, also rund 676 Quadratzentimetern, und war damit für die neue Feuerstätte deutlich überdimensioniert. Auf Auflage des zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers wurde der Zug mit einem einwandigen Edelstahlrohr DN 150 des Herstellers eka edelstahlkamine gmbh auf rund 177 Quadratzentimeter reduziert, also auf gut ein Viertel des vorherigen Querschnitts. Weil das Haus fertig saniert und bewohnt war, entschied Ronny Stude vor Ort für eine individuelle Schornsteinlösung: den Feuerungsanschluss über eine einzelne Kernbohrung und einen versetzten Bajonettanschluss statt über einen großflächigen Wandaufbruch. Der Ofen ist an den bauseits vorhandenen Stromanschluss für die automatische Abbrandregelung angeschlossen, das Kabel läuft unsichtbar von unten durch einen Kreisausschnitt in der Glasbodenplatte. Ofenhaus Stude hat Ausstellung und Werkstatt in Meinhard im Werra-Meißner-Kreis und montiert bundesweit in einem Radius von rund 400 Kilometern.

Projekt-Steckbrief

  • ProjektRückbau eines offenen Kamins, Schornsteinsanierung und Installation eines Kaminofens
  • OrtFelsberg, Schwalm-Eder-Kreis, Nordhessen
  • GebäudetypEinfamilienhaus, Baujahr 1970er Jahre, saniert und bewohnt
  • Zeitraum22. Juli 2026
  • Planung und Bauleitung vor OrtRonny Stude, Ofenhaus Stude
  • Ausführungeigenes Montageteam von Ofenhaus Stude, ohne Subunternehmer
  • Ausgangslageoffener Kamin am Bestandsschornstein
  • Altschornsteinkeramisches Innenrohr, Hersteller PLEWA
  • Querschnitt vorher26 x 26 cm lichte Weite, rund 676 cm2
  • Sanierungssystemeinwandiges Edelstahlrohr DN 150, Hersteller eka edelstahlkamine gmbh, mit Abstandshaltern im Schacht
  • Querschnitt nachherrund 177 cm2, gut ein Viertel des vorherigen Querschnitts
  • FeuerungsanschlussKernbohrung mit versetztem Bajonettanschluss, ohne großflächigen Wandaufbruch
  • Reinigungsöffnungenzwei
  • Dachdurchführungdurch die bestehende Napoleonhaube am Schornsteinkopf
  • FeuerstätteHase ASTANA iQ, Stahlausführung, Rauchrohranschluss hinten, Hase Kaminofenbau GmbH, Trier
  • Nennwärmeleistung6,5 kW (Herstellerangabe)
  • Abmessungen Feuerstätte162 cm hoch, 38 cm breit, 44,5 cm tief (Herstellerangabe)
  • BodenplatteGlas mit Kreisausschnitt für die Stromzuführung, geliefert von Ofenhaus Stude
  • Stromversorgung der Abbrandregelungbauseits vorhandener Anschluss, Zuführung von unten
  • BerechnungsgrundlageDIN EN 13384, Querschnittsberechnung für Abgasanlagen
  • Standort und MontagegebietAusstellung und Werkstatt in Meinhard, Firmensitz Mühlhausen, Montage bundesweit im Radius von rund 400 km

Abschnitt 01 / 05

Ausgangssituation und Gebäude

Ein fertig saniertes Haus und ein Kamin, der nicht mehr passte

Als Ofenhaus Stude dazukam, war das Haus fertig. Die Eigentümer hatten das Einfamilienhaus aus den 1970er Jahren in Felsberg im Schwalm-Eder-Kreis gekauft und von Grund auf saniert, die Räume waren bezugsfertig. Erst danach begann die Arbeit am Feuer.

An den Schornstein war ein offener Kamin angebaut. Offene Kamine geben einen großen Teil der Wärme über den Schornstein an die Umgebung ab, weil sie den Raum ungeregelt mit Verbrennungsluft versorgen und die warme Raumluft mit abziehen. Für die Eigentümer kam ein zweiter Punkt dazu: Die Anlage nahm viel Raum ein und passte nicht mehr zur neuen Einrichtung. Sie sollte einem Kaminofen weichen.

Damit stand Ronny Stude vor der Ausgangslage, die er bei Bestandsprojekten am häufigsten antrifft. Der Schornstein ist da, er ist grundsätzlich brauchbar, aber er wurde für eine andere Feuerstätte gebaut. Der Zug hat ein keramisches Innenrohr des Herstellers PLEWA mit einem lichten Querschnitt von 26 mal 26 Zentimetern. Das entspricht rund 676 Quadratzentimetern, einer Größenordnung, die zu einem offenen Kamin passt und nicht zu einem Kaminofen mit 6,5 Kilowatt Nennwärmeleistung.

Ein zu großer Querschnitt ist kein kosmetisches Problem. Die Abgasmenge einer modernen Feuerstätte reicht nicht aus, um einen so großen Zug ausreichend zu erwärmen. Die Abgase kühlen auf dem Weg nach oben ab, der Auftrieb bleibt schwach. Als Faustregel gilt: schlechter Zug beim Anfeuern, auf Dauer die Gefahr der Versottung. Der zuständige bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger erteilte deshalb die Auflage, den Querschnitt vor dem Anschluss der neuen Feuerstätte zu reduzieren.

Abschnitt 02 / 05

Verbautes System und Material

Einwandiges Edelstahlrohr DN 150 im vorhandenen Schacht

Für die Sanierung fiel die Wahl auf ein einwandiges Edelstahlrohr des Herstellers eka edelstahlkamine gmbh mit einem Innendurchmesser von 150 Millimetern. Es wird von oben in den Abgasschacht eingeführt und bildet dort den neuen, verkleinerten Zug.

Technische Eckdaten:

  • Altschornstein: keramisches Innenrohr, Hersteller PLEWA, lichter Querschnitt 26 mal 26 Zentimeter, rund 676 Quadratzentimeter
  • Wirksame Schornsteinhöhe: [OFFEN, von Ronny nachzutragen]
  • Sanierungssystem: einwandiges Edelstahlrohr, Hersteller eka edelstahlkamine gmbh, Innendurchmesser 150 Millimeter
  • Freier Querschnitt nach der Sanierung: rund 177 Quadratzentimeter
  • Reduzierung auf gut ein Viertel des ursprünglichen Querschnitts
  • Abstandshalter zur Fixierung des Rohres im Schacht
  • Zwei Reinigungsöffnungen
  • Feuerungsanschluss über versetzten Bajonettanschluss

Warum einwandig und nicht doppelwandig: Das Rohr läuft auf ganzer Länge innerhalb des bestehenden Schornsteins. Dessen Mauerwerk umschließt es und schützt es vor Auskühlung von außen. Eine doppelwandige Lösung hätte im ohnehin knappen Querschnitt zusätzlichen Platz gekostet und den freien Zug weiter verringert. Anders liegt der Fall, wenn ein Schornstein außen an der Fassade geführt wird. Dort fehlt der schützende Schacht und die doppelwandige Ausführung ist die Regel. Wie eine solche Außenmontage abläuft, zeigt der Edelstahlschornstein an der ehemaligen Mühle in Mühlhausen.

Über die Dimensionierung entscheidet eine Rechnung, kein Gefühl. Für Abgasanlagen gilt die DIN EN 13384, die den erforderlichen Querschnitt aus der Leistung der Feuerstätte, der wirksamen Schornsteinhöhe und den Abgaswerten ermittelt. Der Weg vom offenen Kamin zum Kaminofen mit 6,5 Kilowatt führt bei einem Zug dieser Größe regelmäßig zu einer Verkleinerung.

Ein Detail, das im fertigen Zustand niemand mehr sieht und das trotzdem über den Alltag entscheidet, sind die Abstandshalter. Ein einwandiges Rohr, das ohne Fixierung in einem 26 mal 26 Zentimeter großen Schacht hängt, hat Spiel. Es klappert bei Wind und bei jedem Reinigungsdurchgang. Die Abstandshalter halten es mittig und ruhig.

Redaktionshinweis, vor der Veröffentlichung entfernen: Die genaue Systembezeichnung des Sanierungsrohrs ist noch nicht bestätigt. Sobald Ronny sie liefert, gehören Systemname, Werkstoffnummer und Zertifizierungsnorm in diesen Abschnitt und in den Steckbrief.

Abschnitt 03 / 05

Herausforderungen und Lösungen

Drei Punkte, an denen es im Bestand eng wurde

Der Anschluss ohne Wandaufbruch

Der ASTANA iQ wird nach hinten an den Schornstein angeschlossen. Üblich wäre, für das Feueranschlussstück, also das T-Stück im Schornstein, die Wand auf voller Breite zu öffnen. In einem Rohbau ist das nebensächlich. In einem fertig sanierten und bewohnten Haus bedeutet es Staub, Bauschutt und anschließend Putz-, Maler- und Bodenarbeiten in einem Raum, der gerade erst fertig geworden ist.

Ronny Stude entschied sich deshalb für eine individuelle Schornsteinlösung: einen versetzten Bajonettanschluss. Das flache T-Stück wird von oben durch den Schacht abgelassen und an der richtigen Höhe positioniert. Von der Raumseite aus wird eine einzelne Kernbohrung gesetzt und durch diese Bohrung ein Steckende auf das T-Stück geschraubt, ähnlich dem Bajonettverschluss an einem Kameraobjektiv. Beide Teile verbinden sich im Inneren des Schachts.

Der Eingriff in die Bausubstanz beschränkt sich damit auf eine Kernbohrung im Durchmesser des Rauchrohrs. Der Raum bleibt bis auf die Bohrung unangetastet.

Die Napoleonhaube auf dem Dach

Der Schornsteinkopf war mit einer Napoleonhaube abgedeckt, einer Abdeckhaube, die Regen und Schlagregen vom Zug fernhält. Für die Sanierung musste das Edelstahlrohr durch diese Abdeckung hindurch, ohne sie zu beschädigen und ohne den Wetterschutz aufzugeben. Die Aufgabe wurde vor Ort gelöst und die Haube blieb erhalten.

Redaktionshinweis, vor der Veröffentlichung entfernen: Von diesem Arbeitsschritt liegt kein Bild vor. Die genaue Ausführung ist nicht dokumentiert und wird deshalb bewusst nicht beschrieben.

Strom für die Abbrandregelung, ohne sichtbares Kabel

Der ASTANA iQ regelt die Verbrennungsluft automatisch. Ein Sensor misst die Temperatur im Brennraum, eine Steuerung wertet die Werte aus und ein Stellmotor bewegt die Luftklappen. Anzünden, Tür schließen, den Rest übernimmt die Regelung. Das setzt eine Stromversorgung am Aufstellort voraus.

Der Stromanschluss war bauseits vorhanden und wurde von unten zugeführt. Ofenhaus Stude lieferte die Bodenplatte aus Glas mit einem passenden Kreisausschnitt, sodass die Zuleitung direkt zum Ofen geführt und dort angeschlossen werden konnte. Im fertigen Zustand ist von der Elektrik nichts zu sehen, kein Kabel läuft über den Boden oder an der Wand entlang.

Abschnitt 04 / 05

Montageablauf

Der Ablauf vor Ort

Ausgeführt hat die Arbeiten am 22. Juli 2026 das eigene Montageteam von Ofenhaus Stude, ohne Subunternehmer. Ronny Stude war vor Ort und traf die Entscheidungen auf der Baustelle.

Die Arbeiten liefen in dieser Reihenfolge:

  1. Das Team baute den offenen Kamin zurück und mauerte die bisherige Anschlussöffnung am Schornstein zu.
  2. Es führte das einwandige Edelstahlrohr DN 150 von oben in den Abgasschacht ein, dabei durch die Napoleonhaube am Schornsteinkopf.
  3. Abstandshalter richteten das Rohr aus und hielten es mittig im Schacht.
  4. Das flache T-Stück ging von oben auf Anschlusshöhe hinunter.
  5. Von der Raumseite kam die Kernbohrung, durch sie wurde das Steckende auf das T-Stück geschraubt. Damit stand der Bajonettanschluss.
  6. Zwei Reinigungsöffnungen kamen dazu.
  7. Das Team verlegte die Glasbodenplatte und führte die Stromzuleitung durch den Kreisausschnitt.
  8. Der Hase ASTANA iQ kam an seinen Platz, das Rauchrohr wurde nach hinten angeschlossen und der Ofen an die Stromversorgung.
  9. Erste Inbetriebnahme.

Abschnitt 05 / 05

Ergebnis und Mehrwert

Das Ergebnis: ein Zug, der zur Feuerstätte passt

Am Ende steht ein Hase ASTANA iQ in Stahlausführung im Wohnraum, angeschlossen an einen Schornstein, dessen Querschnitt zur Feuerstätte passt. Der Ofen ist 162 Zentimeter hoch, 38 Zentimeter breit und 44,5 Zentimeter tief, hat laut Hersteller eine Nennwärmeleistung von 6,5 Kilowatt und einen dreiseitig verglasten Feuerraum. Die schlanke Bauform nimmt sehr viel weniger Fläche ein als der offene Kamin, der zuvor an dieser Stelle stand.

Fachlich entscheidend ist die Verkleinerung des Zugs von rund 676 auf rund 177 Quadratzentimeter. Erst dadurch bekommt der Ofen die Bedingungen, für die er ausgelegt ist, und die automatische Abbrandregelung kann tun, wofür sie da ist.

Ofenhaus Stude hat Ausstellung und Werkstatt in Meinhard im Werra-Meißner-Kreis, der Firmensitz liegt in Mühlhausen in Thüringen. Montiert wird bundesweit in einem Radius von rund 400 Kilometern, unter anderem in Kassel, Göttingen, Fulda, Bad Hersfeld, Erfurt und Hannover. Felsberg liegt außerhalb des unmittelbaren Umfelds der Ausstellung.

Für die Eigentümer ist das Ergebnis vor allem ein alltäglicher Unterschied. Anzünden, Tür schließen, fertig. Die Luftregelung übernimmt die Steuerung. Sichtbar ist ein Ofen auf einer Glasplatte, ohne Kabel, ohne aufgestemmte Wand und ohne Spuren im frisch sanierten Raum.

Redaktionshinweis, vor der Veröffentlichung entfernen: Eine Kundenstimme liegt nicht vor. Ein O-Ton der Eigentümer würde diesen Abschnitt deutlich stärken.

Häufige Fragen

Was Bauherren immer wieder fragen.

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